Gründach des Jahres 2026: Coole Projekte ausgezeichnet
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Inhaltsverzeichnis
Insgesamt 50 Vorzeigeobjekte standen im Wettbewerb „Gebäudegrün des Jahres 2026“ vom Bundesverband GebäudeGrün e.V. (BuGG) zur Wahl. Sie wurden in den Kategorien Gründach des Jahres, Fassaden-, Innenraum- und Sonderbegrünung ausgezeichnet. Zunächst wurden jeweils die fünf Besten online und öffentlich gewählt. Die Teilnehmenden beim Weltkongress Gebäudegrün am 10. Juni 2026 in Berlin wählten dann live über das Smartphone die Sieger.
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„Wir freuen uns sehr, dass die Wahl der Gewinner beim Weltkongress Gebäudegrün stattfand. Die vielen großartigen Begrünungsobjekte hatten dadurch eine große Präsenz“, stellt BuGG-Präsident Dr. Gunter Mann heraus. „Wir zählten über 700 Teilnehmende aus 32 Ländern. Die Aufmerksamkeit für unsere Mitglieder und ihre Projekte war enorm!“ Wir stellen in DACH\LIVE die drei prämierten Projekte in der Rubrik „Gründach des Jahres“ und den Sieger in der Rubrik „Fassadenbegrünung des Jahres“ vor.
Begrünte Schrägdächer: Es geht auch einfach!
Gründach des Jahres: Kita Großenhain
Ökologische Aspekte standen bei der Planung der Kita Großenhain im Mittelpunkt. Das Biodiversitätsgründach ist ein wahrer Insektenmagnet und ein blühender Blickfang für die gesamte Umgebung. Rund 5000 Stauden und Gräser, Sedum sowie Wild- und Kulturkräuter zieren das Dach. Sie leisten einen bedeutenden Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt. Neben einer vielfältigen, trockenheitsverträglichen Vegetation mit Kräutern wie Salbei und Thymian sind dort Totholzstapel und Sandlinsen als Lebensräume für Insekten integriert.

Geplant wurde das Gründach des Jahres von Blaurock Landschaftsarchitektur aus Dresden. Umgesetzt wurde es von der Heidel Dachbegrünung GmbH aus dem sächsischen Hartenstein. Beide sind Mitglieder im BuGG. Heidel-Geschäftsführerin Nadine Friedel betont: „Das Projekt zeigt, dass nachhaltige und artenreiche Dachbegrünungen nur durch die enge Zusammenarbeit von Planung, Ausführung und Pflege erfolgreich sein können.“
Dachdecker als Gründach-Spezialist: 1300 Quadratmeter Flachdach realisiert
Gewerbepark RaumFabrik Durlach
Das Dach des Gewerbeparks RaumFabrik Durlach wurde auf rund 3000 Quadratmetern als Intensiv-Dach mit Rasen begrünt. Das Ergebnis: Mehr Lebensqualität für Mensch und Natur. Das prämierte Projekt sorgt für eine nachhaltige Aufwertung der Architektur, ist ein starkes Signal für ökologisches Bauen und schafft eine weitere grüne Oase mitten in der Stadt. Der Dachgarten verbindet mehrere Gebäudeebenen, hat Dachschrägen von bis zu 45 Grad und ist bepflanzt mit zehn Zentimeter Drainage Lava und 35 Zentimeter Rasen-Intensivsubtrat.

Die Bewässerung erfolgt durch Tropfschläuche und Sprühberegnung. Neben Rollrasenflächen gibt es Wildwiesen- und Ruhezonen, einen Restaurantgarten, Platanen-Pflanzung innenliegend im Gebäudeausschnitt von Lichthöfen und Tiefgaragen, eine Anlage von Pflanzbeeten mit Zierapfel-Hochstämmen auf den oberen Ebenen und Wege mit wassergebundener Decke.
Dachgarten in Freiburg
Der Förderverein für krebskranke Kinder e.V. realisierte mit seinem ehrenamtlichen Engagement ein Elternhaus, das räumliche Nähe und Begleitung für Familien mit an Krebs erkrankten Kindern schafft. In partizipativen Workshops entstand der Dachgarten als zentraler Ort der Geborgenheit. Seine amorphen Formen und mäandrierenden Wege bieten Nischen zum Rückzug sowie Räume des Austauschs, während die modellierte Dachlandschaft auf insgesamt 665 Quadratmetern mit unterschiedlichen Substrathöhen eine strukturreiche Bepflanzung ermöglicht, die ganzjährig attraktive Bepflanzung und vielfältige Lebensräume für Flora und Fauna schafft.


Fassadenbegrünung des Jahres: Garden-Tower
Eingebettet zwischen dem Berner Hausberg Gurten und der Aare, ist Wabern eine der begehrtesten Wohnlagen im Umland der Schweizer Hauptstadt Bern. Futuristisch und nachhaltig ragt dort ein begrüntes Wohngebäude in die Höhe: Der Garden-Tower ist das erste Hochhaus in der Schweiz, dessen Fassade vollständig bepflanzt ist. Auf jedem Balkon des 53 Meter-Bauwerks befinden sich Kletterpflanzen. Sie ranken an einem vorgespannten Edelstahlseilnetz bis in die oberen Etagen empor. Geplant und ausgeführt wurde die geschossgebundene Fassadenbegrünung mit insgesamt 100 Pflanztrögen vom BuGG-Mitglied Carl Stahl ARC GmbH aus Süßen.
