Dachdeckerbetrieb Monteton: erfolgreicher Generationenwechsel

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Inhaltsverzeichnis

In den Fußstapfen ihres Vaters traten Luca und Chiara Monteton in den Familienbetrieb ein, gingen aber schnell ihren eigenen Weg. Ihr Ziel: nachhaltige Ideen umsetzen, größere Projekte betreuen und den Betrieb, Mitglied der DEX eG, voranbringen. Und der Vater? Ingo Monteton ließ ihnen den nötigen Freiraum, vertraute in ihre Fähigkeiten und legte damit das Fundament für einen erfolgreichen Generationenwechsel.

Bruder und Schwester steigen in Familienbetrieb ein

Eigentlich hatte Luca Monteton nach dem Schulabschluss ganz andere Pläne: Er studierte Betriebswirtschaft und arbeitete nur nebenher im familieneigenen Dachdeckerbetrieb mit. Weil er dort jedoch schnell merkte, wo seine Begeisterung und seine Stärken lagen, stieg er 2018 in den Betrieb Dachdeckermeister Ingo Monteton ein, den sein Vater 1994 in Wattenscheid gegründet hatte.

Seine Schwester Chiara war als Fachwirtin und Dachdeckermeisterin schon seit 2015 an Bord. Die Aufgabenverteilung zwischen den Geschwistern war von Beginn an klar geregelt – wenn auch anders als vielleicht erwartet.

Dachdeckerin Chiara Monteton: Start im Hörsaal mit Landung auf dem Dach

„Chiara und ich ergänzen uns perfekt: Sie ist am liebsten auf den Baustellen unterwegs, während ich die Büroaufgaben übernehme. Das entspricht zwar im Handwerk nicht gerade der klassischen Rollenverteilung, aber ich glaube, dass genau das unseren Betrieb so besonders macht.“

Eigenverantwortung als Erfolgsfaktor

Der Generationenwechsel brachte für Luca und Chiara Monteton natürlich auch einige Herausforderungen mit sich. Beide mussten erst lernen, Verantwortung zu übernehmen und einen Betrieb zu leiten. „Wir hatten kaum Erfahrung und sind einfach ins kalte Wasser gesprungen. Und weil wir so jung sind, war es nicht immer einfach, sich nach außen hin durchzusetzen“, erinnert sich Luca Monteton. Doch mit jedem Projekt wuchsen Selbstvertrauen und Anerkennung. Inzwischen fragen immer weniger Kunden nach, warum nicht der Vater den Termin wahrnimmt.

„Wir hatten kaum Erfahrung und sind einfach ins kalte Wasser gesprungen. Und weil wir so jung sind, war es nicht immer einfach, sich nach außen hin durchzusetzen.“

Vater kann loslassen

Dies ist auch das Verdienst von Ingo Monteton. Zwar ist er immer noch in der Firma aktiv, „aber er kann loslassen“, berichtet der Sohn. „Er ist nicht mehr jeden Morgen und jeden Abend vor Ort, um alles bis ins kleinste Detail zu kontrollieren, sondern überlässt uns weitestgehend das Tagesgeschäft und steht uns zur Seite, wenn wir ihn brauchen.“ Diesen Freiraum nutzen Chiara und Luca für die Umsetzung von Innovationen und neuen Ideen, zum Beispiel, wenn es um das Thema Digitalisierung geht. Schon früh investierte der Betrieb Monteton in eine Drohne, die beim Dachaufmaß zum Einsatz kommt, und führte ein IT-Tool für Angebotserstellung, Projektmanagement vor Ort und Projektdokumentation ein.

Neues Geschäftsfeld PV-Anlagen und Gründächer

Auch in strategischer Hinsicht lässt Vater Ingo dem Nachwuchs freie Hand. Mit eMonteton entwickelten die Monteton-Geschwister 2022 ein neues Geschäftsfeld rund um Photovoltaik, Gründach und ökologische Dämmung. „Unser Ziel ist es, Nachhaltigkeit zu unserem Kerngeschäft zu machen. Wir bieten unseren Kunden ein Gesamtpaket aus einer Hand, von der Planung bis zur komplett fertigen Montage. Dafür haben wir zum Beispiel auch einen Elektriker mit im Boot“, erläutert Luca Monteton. Damit reagierte der Betrieb auf die hohe Nachfrage und setzte gleichzeitig ein Statement für die zunehmende Bedeutung von Nachhaltigkeit im Dachdeckerhandwerk.

Eine Gruppe junger Menschen steht lächelnd vor einer orangefarbenen Wand mit dem Firmenlogo „Bauder“ und dem Slogan „macht Dächer sicher“.
Messebesuch: In kurzer Zeit wuchs der Dachdeckerbetrieb Monteton von sieben auf 25 Mitarbeiter. (Alle Fotos: Dachdeckermeister Ingo Monteton)

Von sieben auf 25 Mitarbeiter

Der Erfolg gibt ihnen Recht: Innerhalb kürzester Zeit vergrößerten Chiara und Luca den Dachdeckerbetrieb von sieben auf 25 Mitarbeiter. Das eröffnete neues Potenzial, stellte den Betrieb jedoch vor organisatorische Herausforderungen. „Wir haben schnell gemerkt, dass auch die Strukturen, der Fuhrpark und der Maschinenbestand mitwachsen müssen, und das schnelle Wachstum innerhalb eines so kurzen Zeitraums hat uns an unsere Grenzen gebracht“, so Luca Monteton.

Mit Authentizität gegen den Fachkräftemangel

Deshalb haben die Geschwister in Sachen Neueinstellungen eine temporäre Pause eingelegt – auch wenn immer noch viele Bewerbungen für Ausbildungsplätze und Festanstellungen eingehen. Fachkräftemangel kennt der Betrieb Monteton bislang nicht, wofür Chiara und Luca vor allem ihre Social-Media-Präsenz verantwortlich machen. Sie posten regelmäßig auf TikTok und Instagram und sprechen mit ihren authentischen Videos offensichtlich viele junge Menschen an.

Chiara Monteton gewinnt Preis Goldener Blogger 2022!

Die bekannteste Dachdeckerin der Republik

„Über unsere Social-Media-Accounts können wir quasi kostenfrei nach außen tragen, wie es in unserem Betrieb hinter den Kulissen abläuft“, erläutert Luca Monteton. „Und genau das machen wir: Wir posten nicht nur unsere Erfolge, sondern berichten auch ehrlich, wie wir mit Problemen umgehen – das kommt gut an.“ Dabei profitiert der Betrieb natürlich von der Bekanntheit von Chiara Monteton, die bundesweit inzwischen die bekannteste Dachdeckerin ist. Als Dachdeckerin Chiara hat sie allein auf Instagram inzwischen 189 000 Follower. Für ihr Engagement in der Nachwuchswerbung wurde die Dachdeckermeisterin mit der silbernen Ehrennadel des Landesinnungsverbandes Westfalen ausgezeichnet.

Erfolgreich vernetzt

Auch ein funktionierendes Netzwerk gehört zum Erfolgsgeheimnis des Nachwuchsduos: Ihre guten Kontakte zu den großen Dachdeckerfirmen vor Ort haben schon in verschiedenen Situationen weitergeholfen. „Der Betrieb unseres Vaters war immer eher klein, sechs, sieben Mitarbeiter, und hat deshalb keine Erfahrungen mit größeren Projekten. Deshalb ist es sehr viel wert, einfach mal den Chef eines großen Betriebs um Hilfe bitten zu können – egal, ob es um Fragen, Ratschläge oder Spezialmaschinen geht.“

Zukunftspläne? Gemeinsam hoch hinaus!

Auch für die Zukunft haben Luca und Chiara Monteton ehrgeizige Pläne. Sie wollen die Firma weiter ausbauen, mehr Großprojekte mit längeren Projektlaufzeiten und einem eigenen Bauleiter vor Ort übernehmen. Dafür suchen sie ein neues Betriebsgelände und wollen das Team perspektivisch auf 50 bis 70 Mitarbeiter vergrößern. Das Ziel der Geschwister Monteton ist klar: Sie wollen weiter nach oben. Dafür setzen sie auch künftig auf ihr bewährtes Teamwork und innovative Ideen.

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